Viktor Larkhill
Gründer und Leiter von Let’s Adopt International
Viktor Larkhill ist Tierretter sowie Gründer und Leiter von Let’s Adopt International. Von Valencia in Spanien aus leitet er die Arbeit für Hunde und Katzen mit schweren Verletzungen und komplexen Erkrankungen. Zu seinen Aufgaben gehören die Koordination von Rettungen, die Finanzierung der Behandlungen und die Sicherstellung der weiteren Versorgung nach der Entlassung aus der Tierklinik.
Sein bürgerlicher Name ist Iván Jiménez Chacón. Den öffentlichen Namen Viktor Larkhill nahm er während seiner Jahre in der Türkei an. Dort entwickelte sich sein Engagement für die Tierrettung parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit mit Unternehmen und Institutionen.
Bei seinen ersten Rettungen in Istanbul lernte er die praktischen Anforderungen des Tierschutzes kennen: tierärztliche Versorgung finden, Behandlungen finanzieren, Transporte organisieren und geeignete Familien suchen. In dieser Zeit lernte er von Robert Smith und der Arbeit von SHKD, insbesondere im Bereich Kastration und internationale Adoption.
Aus diesen ersten Rettungen entstand eine Gemeinschaft aus Freiwilligen, Pflegestellen und Unterstützern. Das Projekt begann unter dem türkischen Namen Sahip Çıkalım und entwickelte sich 2008 zu Let’s Adopt. Fulya Ulusoy und weitere Mitwirkende waren in den Anfangsjahren beteiligt.
Let’s Adopt International wurde 2008 von Viktor Larkhill in Istanbul in der Türkei gegründet und ist in den Niederlanden registriert. Die Rettung und Versorgung der Tiere wird von Valencia in Spanien aus organisiert. Von dort aus leitet Viktor die Arbeit der Organisation seit 2012.
Der Tod seines Hundes Simba während eines tierärztlichen Eingriffs in Istanbul im Januar 2008 war ein einschneidendes persönliches Ereignis. Er verstärkte Viktors Augenmerk auf die Qualität der medizinischen Versorgung, die Beratung durch Spezialisten und die Mittel, die zur Behandlung schwieriger Fälle benötigt werden.
Soziale Medien brachten gerettete Tiere in der Türkei mit Adoptanten und Unterstützern im Ausland zusammen. Indem Viktor die Rettungen während ihres Verlaufs dokumentierte, konnten Menschen in verschiedenen Ländern zur Behandlung, zum Transport und zur späteren Adoption desselben Tieres beitragen. Diese Form der Kommunikation prägt die Arbeit der Organisation bis heute.
Im März 2012 kehrte er nach Spanien zurück und führte das Projekt von Valencia aus weiter. Let’s Adopt konzentrierte sich zunehmend auf das, was die Organisation Extreme Rescue nennt: Tiere mit schweren Traumata, Schussverletzungen, unbehandelten Knochenbrüchen, Tumoren und anderen Erkrankungen, die komplexe Behandlungen und eine lange Genesung erfordern.
Viktor arbeitet mit tierärztlichen Teams zusammen, um jeden Fall zu verstehen und die erforderlichen Mittel für die Versorgung bereitzustellen. Diagnosen und medizinische Entscheidungen liegen in der Verantwortung der behandelnden Tierärzte. Seine Aufgabe ist es, den Einsatz der Organisation und die Betreuung nach der Behandlung zu koordinieren.
In Casa Grande erhalten die Tiere nach ihrer Entlassung tägliche Pflege, Medikamente und Rehabilitation. Einige werden auf die Adoption vorbereitet; andere benötigen ein dauerhaftes Zuhause mit fortlaufender Betreuung. Viktor bleibt persönlich an der Suche nach geeigneten Familien und am Adoptionsprozess beteiligt.
Über YouTube und die Veröffentlichungen von Let’s Adopt dokumentiert er Behandlung, Genesung und Ergebnisse. Dazu gehören auch Rückschläge und Verluste. So können Unterstützer den Verlauf der Fälle verfolgen, die sie mitfinanzieren.
Die Arbeit der Organisation wird von ihrem Leitungsteam, den Tierpflegern, tierärztlichen Fachkräften, Adoptivfamilien und Spendern getragen. Als Gründer und Leiter koordiniert Viktor diese gemeinsame Arbeit. Dabei kümmert er sich sowohl um die Tiere, die bereits versorgt werden, als auch um die Mittel, die für künftige Rettungen erforderlich sind.